Zusammen gegen die einsame Zeit

Angst und Depressionen auf dem Vormarsch

Neben vielen anderen Auswirkungen hat die Corona-Pandemie auch massive Folgen für die seelische Gesundheit. Schon jetzt belegen aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen einen deutlichen, etwa 2-bis 3-fachen Anstieg der Häufigkeit (Prävalenzraten) von Ängsten und Depressionen seit Ausbruch der Corona-Pandemie Anfang diesen Jahres (1, 2). 

Verlust alltäglicher Freuden

Die Corona-Pandemie an sich und die damit verbundenen gravierenden Alltagseinschränkungen sind für viele Menschen schwierig: Alltägliche Aktivitäten müssen in die eigenen vier Wände verlegt werden, sozialer Kontakt ist stark eingeschränkt oder muss ins Digitale verlegt werden. Dies kann zu kann zu Gefühlen der Vereinsamung, Frustration und Leere führen. Freudvolle Freizeitaktivitäten und Hobbies können nicht mehr wie zuvor ausgeübt werden. In der Psychologie spricht man von einem „Verstärker-Verlust“ (vereinfacht: Wegfall von Dingen, die Freude machen), in dessen Folge depressive Symptome wahrscheinlicher werden, z. B. Niedergestimmtheit, Freud- und Motivationsverlust, schnelle Erschöpfbarkeit, Antriebsmangel.  

Seelisch Kranke besonders betroffen

Besonders schlimm ist diese Zeit für Menschen, die aktuell allein leben, von psychischen Erkrankungen betroffen sind, diese Erkrankungen entwickeln oder Vorerkrankungen haben. 

Die besondere Zeit um Weihnachten und Silvester, war für psychisch belastete Menschen schon immer schwierig. Die pandemiebedingten Alltagsbeschränkungen verschärfen die psychische Problematik allerdings zusätzlich und machen die Situation für diese Menschen durch Verlust der Tagesstruktur besonders schlimm.

Lebenssinn-Erleben und Selbstkontrolle schützen 

Eine kürzlich veröffentlichten Studie im deutschsprachigen Raum an 1.500 Teilnehmern (3)  zeigte, dass der mentale Stress für Menschen in der Zeit nach dem Lockdown am größten war, was auf eine fortgesetzte psychische Destabilisierung signifikanter Teile der Gesellschaft hinweist. Allerdings können Menschen, die Sinn in ihrem Leben sehen und Fähigkeiten zur Selbstkontrolle haben, d.h. ihre Bedürfnisse einschränken und sich veränderten Lebensbedingungen anpassen können, mentalen Distress besser abpuffern als andere. Auf der Grundlage ihrer Ergebnisse betonen die Autoren, wie wichtig die Förderung von Sinnerleben für die Bewältigung von Krisen ist und fordern dazu auf, existenzielle Fragen mit seelisch belasteten Menschen zu thematisieren und diese zu ermutigen Methoden der Selbstkontrolle zu üben.      

Die Zeit für sich nutzen: Seelische Gesundheit und persönliches Wachstum fördern

In der der Zeit um die Winterfeiertage nutzen viele Menschen das vielfältige therapeutische Angebot in unserem Hause, um gerade jetzt in ihrer persönlichen Entwicklung und Genesung ein gutes Stück weiter zu kommen. Denn anders als „draußen“ stehen ihnen in unserem Hause neben therapeutischen Einzel- und Gruppensitzungen vielfältige Sportangebote, Kreativtherapien (Tanz-, Kunsttherapie, Bildhauerei), Meditations- und Entspannungsverfahren (TaiChi, QiGong) und Wellness-Angebote (Schwimmbad, Sauna) offen. 

Die warmherzige und wertschätzende Patientengemeinschaft unterstützt sie zusätzlich durch nährenden Austausch, gemeinsame Unternehmungen in der Natur und durch das Gefühl der Zugehörigkeit in ihrer Entwicklung zu mehr Gesundheit und Lebensfreude.

Wir sind für Sie da!

Verbringen Sie die bevorstehende Zeit um Weihnachten und den Jahreswechsel in stärkender und nährender therapeutischer Gemeinschaft! 

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf! Gern hören wir Ihr Anliegen und beantworten Ihre Fragen. Rufen Sie uns an: 07221 30196-0!

 

Literatur:

1. Salari N, Hosseinian-Far A, Jalali R et al. (2020) Prevalence of stress, anxiety, depression among the general population during the COVID-19 pandemic: a systematic review and meta-analysis. Global Health 16, 57

2. Lakhan R, Agrawal A, Sharma M  (2020) Prevalence of Depression, Anxiety, and Stress during COVID-19 Pandemic. J Neurosci Rural Pract 2020; 11(04): 519-525

3. Schnell T. and Krampe H. (2020) Meaning in Life and Self-Control Buffer Stress in Times of COVID-19: Moderating and Mediating Effects With Regard to Mental Distress. Front. Psychiatry 11:1-16

Ein Tannenzweig mit Weihnachtskugel